Freitag, 5. Mai 2023

Zusammenfassung 

                                     


Ausstattung: Stand 2023

            


Allgemeines:

-        Traditionsschiff ,Baujahr 1977, gebaut nach dem Original Riss von „Colin Archer“.

-        Konstruiert als Langfahrt- und Schwerwettersegler, Stabil und robust gebaut, also Schwerwettertauglich.

-        Ketsch Takelung.

-        Maße: 10,60 x3,3 x1,6 m, inkl. Bugspriet und Heck- Plattform 12,90 m.

-        Langkieler, mit angehängtem Ruder, Pinnensteuerung.

-        Hergestellt bei Werft Shipmakers in Hamburg, es wurden ca. 50 Boote gebaut.

-        Deutsche Qualitätslaminierarbeit , ausschließlich mit Isopthalsäureharz  (GFK), dadurch Osmose- frei.

-        Ca. 2 cm starker Wandung, zum Kiel noch stärker.

-        Gesamtgewicht ca. 11 t, davon 3 t Ballast aus Beton mit Kunststoff und Eisenlaminierung im Kiel.

-        Durchgehend Stehhöhe von 195-200 cm.

-        Der erste Besitzer- langjähriger Einhandsegler- hat das Schiff innen selbst ausgebaut, Aufbau also aus Holz. Alles in schwerer Ausführung. Ausgelegt für 6 Personen.

-        Masten aus Holt verleimt, Maststufen an beiden Masten.

-        Komplettes Rigg sehr robust ausgelegt.

-        Neues Dinghi (2022) 235vm für 4 Personen, lagerbar Bug- Deck.

 

Masten Takelage:

-        Beide Holz-Masten incl. Maststufen wurden innen und außen komplett überholt und neue Elektrik innen verlegt.

-        5 Segel, mit UV-Schutz gesamt 72 m2, Sturmfock. (Groß-Segel 27qm,Fock 10qm,Genua 25qm,Besan 10 qm)

-        Genua und Fock über neue Rollanlagen.

-        Gesamtes stehende Gut erneuert 2019.

-        Beide Seiten Lifelines.

-        2 Automatikwinschen 2015 neu.

-        Lasy-Jacks mit Persenning für Groß und Besan 2019.

-        Sonnensegel/Schutz über Salon 2019.

-        Zus. Sonnensegel fürs Cockpit beim Segeln.

-        Spibaum.

-        Alle Positionslichter und 2 Decksleuchten neu und in LED.

-         

Oberdeck:

-        Steven neu 2018, aus schwerer Stahlausführung verzinkt und lackiert, breit und gut begehbar. Für bequemen Ausstieg nach vorne offen , zusätzliche Bugleiter aus Edelstahl.

-        Deckshaus mit  9 Fenster, 5 ausstellbar , (Neu 2015)dadurch sehr gute Lüftung, alle mit Fliegengitter.

-        Komplettes Sonnendach über dem Cockpit mit sep. Seitenteilen (neu 2022).

-        4 Cockpitabläufe, davon 2 zusätzlich in 80mm installiert.

-        Teak- Cockpit schwere Ausführung 2021 erneuert.

-        Badeplattform mit in der Reeling , klappbar ,breite , integrierte Gangway und zugleich Badeleiter aus Edelstahl. Ankerkasten mit 15 Kilo Heckanker, 10 m Kette und 30 Trosse.

-        Dinghi - Halterung mit neuem (2018) Dinghi- Motor Honda 2,3 PS.

-        Rettungsinsel für 4 Personen an Heck- Plattform.

-        Außendusche Cockpit für Badeplattform.

-        3 Bootshacken, davon einer in schwere Ausführung, Fenderbrett.

-        4 x 90 Watt begehbare Solarpaneelen auf dem Deckshausdach.

-        Achtern sep. Cockpit Kasten mit 2 Gasflaschen je 5 Kg.

-        Cockpittisch beim Segeln zum Einhängen an Cockpittür.

-        Breite Gangborde, das Deck hat also ausreichend Lauffläche.

-        Auf dem gesamten Deck ist sehr viel Platz.

 

Salon, Kajüte:

-        Gesamt 6 Kojen, im Salon klappbares Doppelbett 120 cm breit, weiter im Salon durch hochklappen der Rückenlehne 60 cm breite Koje (mit Lee-Segel), Küche Salon weitere Koje 180 lang, 60 breit. Im Bug Eignerkabine mit 2 große Kojen.

-        Im gesamten Innenraum Stehhöhe 195-200 cm.

-        Alle Polster und Bezüge 2012 neu.

-        Alle Fenster mit Vorhängen zum Verdunkeln.

-        Luken im Salon und Bugkabine mit Insekten,- und zusätzlichen Verdunklungsrollos.

-        2 Deckslüfter.

-        Großes schließbares Kartenfach an der Decke.

-        Großer 2 fach Klapptisch mit Flaschenfach und Ablage.

-        10 LED – Deckenleuchten, 4 LED- Leseleuchten.

-        Sehr viel Stauraum an Wand und im Boden.

-        Schottbrett für Eingang befestigt an der Decke.

-        Nur 2 Stufen zwischen Pantry/Salon und Cockpit (kein rauf - und runterklettern!).

 

Sanitär:

-        WC mit 85 Liter Fäkalientank.

-        Waschbecken, viele Ablagefächer. 

-        Dusche mit Edelstahlwanne und sep. Duschabwasserpumpe.

-        20 Liter Warmwasserboiler (220V/Motor), Druckwasseranlage.

 

Pantry:

-        Funktionelle L- Küche mit 2 Edelstahlbecken und viel Ablage.

-        2 flammiger, kardanisch aufgehängter Gaskocher in Edelstahlmulde.

-        85 Liter Frontkühlschrank mit Sparautomatik.

-        2 x 200 Liter Frischwassertanks im Pantryboden, mit neuen Edelstahldeckeln zur besseren Reinigung.

-        Seewasserzulauf über Fußpumpe  direkt unter dem Spültisch.

-        Süßwasserpumpe Typ PS.

-        Komplette Küchenausstattung für 6 Personen (Teller, Tassen und Gläser in Melanin)

-        Sep. LED -Beleuchtung der Arbeitsflächen.

-        Sehr gute Entlüftung durch Ausstellfenster und angrenzender Cockpittür.

-        Tagsüber durch die vielen Fenster sehr hell in der Pantry.

-        Großer Vorteil, Pantry ist fast auf gleicher Ebene wie das Cockpit, kein Treppensteigen beim Servieren usw.

-        Die Cockpittür wird zum öffnen zur Seite geschoben. In der Tür sind noch große Lüftungsschlitze mit Fliegengitter. Im Winter kann man dies Lüftungsbleche mit Plexiglas schließen.

 

 

Motor/Tanks/Steuerung

 

-        Motor 2022 neu, Volvo Penta 55 PS mit Elektronik, ca 300 Stunden gelaufen.

-        Motorlage unter dem Cockpitboden, gut zugänglich.

-        Cockpitdeckel hebt sich durch Druckfedern automatisch, also auch bei Seegang zugänglich.

-        Motorraum komplett neu beleuchtet.

-        Motorraum ist auch von innen in der Pantry erreichbar.

-        2 x 70 Liter Edelstahl- Tanks (BB/STB), ein Füllstutzen, beide überholt 2022.

-        40 Liter Edelstahl-Tagestank (neu 2022) in BB-Kiste mit Serviceluke.

-        40 Liter mobile Tanks.

-        An allen eingebauten Tanks von außen optische Füllstandanzeige.

-        Angehängtes Ruder, abnehmbar.

-        Pinnenpilot „Autohelm ST 2000 plus“ mit Cockpiteinspeisung, plus Ersatzgerät, für Motorfahrt oder bei leichter Segelfahrt.

-        Angehängtes Ruder mit zur Zeit festgesetztem Flettnerruder (einfache Windfahnensteuerung wäre also möglich).

-        Pinnen- Festmacherleine und Kette .

-        Hydrauliksteuerung/Autopilot kann nachgerüstet werden, Bohrungen vorhanden.

-        Getriebe, starre Welle.

-        Mit neuem Motor wurde größerer Propeller montiert.

 

Anker:

-        25 Kg Bügelanker am Bugsprit mit neuer (2019) 80 Meter Kette 10 mm, alle 10 Meter farblich markiert.

-        Großer Ankerkasten.

-        Ankerkralle.

-        Reitgewicht.

-        Ankerboje.

-        Ankerbatterie100 A, mit sep. Sicherung geschützt im Innenraum unter der Bugkoje.

-        Buganker über elektrische Ankerwinsch von „Lohfrans“, steuerbar am Bug, und vom Cockpit.

-        Heckanker 10 Kg, 10 m Kette und 30 m Trosse, Handbetrieb.

 

 

Elektrik/Beleuchtung:

-        Die gesamte Elektrik einschließlich Schalt/Sicherungspanel wurde Anfang des Refits 2012 erneuert Betriebsspannung 12 V.

-        Alle Leuchtmittel außen und innen in LED.

-        10 Deckenleuchten sep. abschaltbar, an jeder Koje Leseleuchte.

-        220 V Außenanschluss, 4x 220 Volt Steckdosen innen, mehrere 12 Volt Ladebuchsen innen plus Cockpit.

-        4 x 90 Watt Solarpanelen auf dem Pantrydach, LED- Laderegler und Anzeige.

-        2 x 180 Watt Servicebatterien (neu 2021), 1 x Ankerbatterie 1 W, 1 x Starterbatterie 180 W (2022 neu).

-        Laderegler Landanschluss Spannungswandler /Motor/Solar.

-        Einfaches Radio/CD/USB mit 2 Lautsprecherboxen.

-        Rot/Weiß umschaltbare Navi-Tischbeleuchtung.

-        Zentrales Mehrfachinstrument im Cockpit  Zeus 7 von  B&G.

-        Div. Elektrokabel mit verschiedenen CE- Anschlüssen für alle Fälle.

 

 

 

Navigation/Funk:

-        Plotter Multifunktion im Cockpit von B&G 7“, am Besanmast, Anzeige Karte Navionics, Radar, Wind, Fahrt, Koordinaten , usw.

-        Über weiteres sep. Multiinstrument von B&G wird Lot, Temp, Fahrt angezeigt.

-        Steuerkompass beleuchtet im Cockpit neu.

-        Sep. Navi-Tisch innen mit allen Instrumenten und Schaltern.

-        Alle Instrumente sind aus 2015.

-        Am Navitisch Funk VHF (ICON), B&G Zeus.

-         DSC, ICM423, (ICON.)

-        VHF- Gerät mit Zweitstation im Cockpit (ICON).

-        AIS Klasse B MA 500 TR (ICOM).

-        § G Broadband- Radar von B&G.

-        PLBs.

-        EPRIB-  Auto-Ocean- Signal.

-        Sep. Handfunkgerät mit DSC.

-        WIFI GOFREE Wireless Modul.

-        NMEA 2000 – Network.

-        Navionics,  Fugavi .

-        Umfangreiches Kartenmaterial Ägäis.

-        Windfahnen- Anzeige BG500 v. B&G.

-        Steiner Fernglas mit integriertem Kompass.

-        Sehr starke LED 12 Volt Mobilleuchte (auch unter Wasser geeignet)neu.

-        2 LED- Taschenlampen.

 

Sicherheit /Rettung:

-        Rettungsinsel für 6 Personen am Heckkorb (2022 gewartet).

-        4 Automatik-Schwimmwesten 250 Kg (Ohmachtsicher).

-        2 Feststoffwesten.

-        Rettungskragen am Heck mit 30 m Schwimmleine und Leuchtmittel.

-        Die Reelingsstützen sind auch aus Edelstahl aber in weiß gestrichen, vom Vorgänger übernommen. Jeweils an der Seite zu öffnen, für schnellen und bequemen Ein- Ausstieg.

-        Jede Seite Lifelines.

-        Life-Gurte.

-        Gaswarner Bilge.

-        2 Feuerlösche 6 Kg (2022 überprüft).

-        2 Automatik- Bilgenpumpen.

-        Handbilgenpumpe Cockpit.

-        Zus. starke 12V - Schmutzwasserpumpe mit Schlauch und Anschlüssen bei starkem Wassereinbruch (Notfall).

-        Diverses Sicherheitswerkzeug/Material.

-        8 Fender, z.T. neu.

-        Der Sülrand ist 20 cm hoch, plus fast 70 cm Reling (hoher Sicherheitsaspekt).

-        An beiden Seiten kann zum Ein -und Aussteigen die Reeling geöffnet werden.

 

 

 

Sonstiges:

-        Solveig ist komplett ausgestattet und sofort startklar für große und kleine Fahrt.

-        Das Schiff wurde regelmäßig gewartet und alle notwendige Arbeiten, und regelmäßiger Service , Unterwasseranstrich durchgeführt

-        Auf dem Schiff befindet sich umfangreiches Werkzeug einschl. akkubetriebener Werkzeuge (z.B. Bosch, FEIN).

-        Mobiler 220 Heizlüfter.

-        Umfangreiche Leinen einschließlich 4 neue Festmacherleinen.

-        Das Schiff wird regelmäßig gesegelt, und somit ständig optimiert.

-        Diverse Hafenhandbücher und Karten von der Ägäis.

-        Rufzeichen DF2713.

-        MMSI 211593020.

-        „Trans- Ocean e.V. – Standerschein.

-       


Donnerstag, 20. April 2023

 Refit-Arbeiten von 2021-2023

Wir haben unsere Solveig weiter verbessert und in Schuss gehalten (auch Corona bedingt)

Folgende wichtigsten Arbeiten wurden bis März 2023 abgeschlossen.

Fotos siehe Register Homepage

 

-       -  Komplettes stehende Gut 2021 erneuert

-       -  Neues wasserdichtes Zelt-Dach über das gesamte Cockpit, mit abnehmbaren Seitenteilen 2023

-        - 40 Liter Edelstahl- Tagestank in BB- Kiste montiert 2021

-        - Alles Fenster neu abgedichtet und Rahmen von außen gestrichen 2023

-        - Komplette Kajüten- und Salondach von überholt und mit 2-K-Lack lackiert. 2023

-        - Motorraumdeckel im Cockpit jetzt zum Selbstöffnen umgebaut 2022

-        - Neue Außendusche 2022

-        - Neues Sonnensegel für über das Salondach 2022

-        - Neue Motorraumbeleuchtung 2021


 Dieselpest , Gibt es eine Lösung ?

so ganz verschont wird man wohl nicht bleiben, wenn man vor allem in den wärmeren Gegenden mit seinem Schiff unterwegs ist.

Neben den üblichen Vorsichtsmaßnahmen ( möglichst sauberen Sprit tanken , gutes Additiv entsprechend beim Tanken mit einfüllen ) haben wir uns entschieden einen zusätzlichen 40 Liter Tagestank zu installieren, was lt. vielen erfahrenen Langzeitsegler die Wahrscheinlichkeit eines Befalls erheblich mindert. 

Wir haben einen 40 Liter Edelstahltank mit großem Servicedeckel zusätzlich in die BB- Backskiste  gebaut, was den Vorteil des schnellen Zugriff hat. Der Nachteil ist, jetzt haben wir weniger Stauraum, Vorteil 40 Liter mehr Sprit.

Auch an diesen Tank haben wir von außen eine optische Füllanzeige angebaut. Der Tagestank wird über eine separate elektrischen Pumpe mit Druckschalter vom Haupttank aufgefüllt.

 Corona hat nicht nur uns ausgebremst. 2022 haben wir uns mehrere Wochen in der näheren Umgebung von Agios Nikolaos aufgehalten. Bei kräftigem Wind macht das Segeln hier auch viel Vergnügen, nur  Ankerplätze gibt es nicht so viele , und wenn steht schon mal eine kräftige Dünung an .

Ein Besuch im Osten , z.B. in Sitia , oder ganz um das Nord/Ostcup Sideros an die meist windgeschützten Buchten , und dem schönen Strandabschnitt bei VAI. Hier lässt es sich bei großer Ruhe sehr gut aushalten.

Nur bei Südwind wird ungemütlich, und ein Aufenthalt im schönen geschützten Stadthafen von Sitia ist empfehlenswert. 








Dienstag, 12. Januar 2021

Aufs Riff gefahren- Wassereinruch, September 2018

 Wir wollten eigentlich über  Karpatos , Kos nach Samos, so war der Plan

Am 4.9.18 starteten wir Richtung Osten mit halben Wind und gesamter Besegelung von Agios Nikolaos Richtung Sitia im Osten von Kreta. Ein sehr schöner Ort als Zwischenstopp um weiter in den Osten zu Segel.

Am 5.9. haben wir gegen Mittag die östlichste Spitze Kretas erreicht. Da der Wind aus NW ziemlich auffrischte wollten wir ganz im Osten von Kreta vor Vai im Inselschatten vor Anker gehen. Die Überfahrt nach Kasos oder direkt Karpatos kann bei starkem Wind sehr ruppig werden, was wir uns nicht antuen wollten

Das Gebiet östlich der Spitze von  von Kreta ist gespickt mit Riffen , auch solchen die einen Meter unter der Wasseroberfläche aufhören, und bei unruhigem Wetter nicht zu erkennen sind.

Wir sind die Passage zwischen den Riffen Richtung Vai schon öfters Gefahren, aber dies mal hatte ich volle Segel und musste halsen. Auf meinem Plotter war kein Riff zu sehen, hatten also danach genügend Freiraum.

Plötzlich hat es kräftig gerummst und gescheppert . Mit vollen Segeln sind wir auf ein Riff gefahren, was ca 1,3m unter Wasser lag. Es ging nichts mehr vor noch zurück. Sofort habe ich alles Segel geborgen, und versucht das Riffausmaß unter Wasser festzustellen. Wir saßen mit dem gesamten Langen Kiel auf dem Riff. Trotz Wellengang habe ich einen Tauchgang unternommen um die Möglichkeit eines Freikommens ohne fremde Hilfe zu erreichen, es war auch kein anderer in der Nähe.

Nach vorne wurde das Riff etwas höher, also blieb nur der Weg nach hinten. Ein Blick in die Bilge- noch kein Wassereinbruch!

Mit Hilfe des rückwärts laufenden Motor konnten wir uns nach ca 1 Stunde selbstständig vom Riff befreien.

Ca 2 sm weiter südlich haben wir dann geankert, und ich habe mit den Schaden in ruhigem Wasser von unten genauer ansehen können. Der gesamte Kielboden war an mehreren Stellen beschädigt.

An dem Abend hatten wir kein Wasser im Schiff- ist es nochmal gut gegangen ?

Am nächsten Morgen stand das Wasser überall in der Bilge bis unter die Bodenbretter.

Mit mehreren Tauchgängen habe ich mit dem Leckabdichtungsmittel "Leak Hero " (sollte unbedingt an Bord sein) die größten sichtbaren Löcher von außen abgedichtet (unsere Solveig hat einen Betonkiel, da kommt man von innen nicht dran).

Mit Handbilgenpumpe und einer zusätzlichen Bilgenpumpe und Eimern konnten wir tatsächlich den Wasserspiegel senken und in Grenzen halten.

Was tun ? kommen wir die 50 sm zurück nach Agios Nikolaos gegen Wind und Welle. Anker hoch und versuchen, es gab keine andere Möglichkeit. 

Mit Vollgas gegen 2 m Welle und  5 Bft Wind , und ständigen entleeren mit Eimern haben wir nach 8 Stunden die Marina in Agios Nikolaos erreicht. Wir sind sofort in den Lift gefahren und wurden an Land abgesetzt. 


Auszug vom Plotter, blau ist die 5m -Linie


Der Wassereinbruch wurde zum Schluss immer schlimmer, lange hätten wir nicht weitersegeln können.

Die zügige Fahrt durchs Wasser verhinderte auch zum Teil das schnelle eindringen des Wassers.

ES IST NOCHMAL GUT GEGANGEN.

Nun mussten wir fast 3 Wochen an Land unsere restlichen Tage verbringen. Der Schaden war zu groß um schnell repariert werden zu können.




Sonntag, 4. Februar 2018

Dieselpest im neuen Motor und Tank !

Was ist das überhaupt ?

Nach Wikipedia:

Als Dieselpest wird das Auftreten von Mikroorganismen (Bakterien, Hefen, Schimmelpilze) im Dieselkraftstoff mit sichtbarer Bildung eines Bioschlamms bezeichnet. Dadurch kann es zu Funktionsstörungen von Dieselantrieben kommen, weil der Bioschlamm Verstopfungen von Filtern und Treibstoffleitungen verursacht und somit den Fluss des Dieselkraftstoffs zum Motor behindert. Durch ein starkes Auftreten von Mikroorganismen im Kraftstoff kann es durch Biokorrosion zu Schäden am Tank und Treibstoffsystem kommen. Dies wird vor allem bei saisonal benutzten Fahrzeugen (Booten, Wohnmobilen, landwirtschaftlichen Geräten) mit langen Standzeiten  wahrgenommen. Mikroorganismen ernähren sich von Kohlenwasserstoffen und benötigen zusätzlich Wasser, das in geringem Maße stets im Diesel enthalten ist.

Das Wachstum wird natürlich noch mehr durch den Bioanteil im Diesel gefördert.
  
Die Umgebungstemperatur ist natürlich sehr entscheidend, was  im südlichen Mittelmeer gegeben ist, mehr als hier im Norden. Bei hohen Temperaturen fühlen also nicht nur wir Menschen uns wohl.
 Hinzu kommt im Süden , das auf den kleineren Inseln der Diesel nicht immer der Beste ist, evtl stand er auch schon länger im Tankwagen in der Sonne.


So weit , so gut- der Reihe nach.

2017 habe ich einen neuen Motor, Volvo Penta 55D (55PS) eingebaut.Beide Tanks mit jeweils 75 Liter wurden ausgebaut, komplett gereinigt und neue Zu- und Abgänge geschweißt. Alle Schläuche und Leitungen wurden ebenfalls erneuert. Kein Tröpfchen vom alten Diesel konnte sich noch irgendwie im System befinden. 

Vor der 1 . Ausfahrt im Mai 2017 wurden beide Tanks in der Marina  über übliche Tankwagen  komplett gefüllt, und mit einem in Griechenland gekauftem Biozid ergänzt. (Fabrikat weiß ich leider nicht mehr - den GR- Text konnte ich eh nicht lesen)

Auf der Insel Ios (Kykladen) habe ich nochmal 100 Liter über einen Tankwagen nachgetankt, allerdings kein Biozid zugesetzt. Nach 3 Wochen  sind wir nach Kreta in den Hafen zurückgekehrt und haben Solveig zur Sommerpause 3 Monate im Hafen liegen lassen.

Im September 2017 haben wir nochmal einen größeren und mehrere kleine Törn unternommen.

Mitte Oktober 2017 habe ich in der durchsichtigen Schale des Vorfilters gesehen, dass der Diesel ganz trüb war.


 Der Mechaniker aus der Marina, der auch den Motor gewechselt hat, sagte mir das der gesamte Diesel schlecht ist und alles gewechselt und gereinigt werden muss. Ein 2. Mechaniker bestätigte diese Tatsache.

Wie kann das passieren ?

Wer sich im Internet schlau macht (Gott sei Dank kann man das heute !), wird schnell feststellen das es Biozide (also die Zusätze die das Wachstum der Bakterien verhindern sollen) gibt, die keinerlei Wirkung zeigen. Hier sollte man schon vernünftig recherchieren , was ich natürlich vorher nicht gemacht habe.

Vermutlich habe ich in Griechenland ein Biozid gekauft was nicht oder nicht so gut wirkt. 

Bestätigen kann ich das auch erst wenn ich ein neues Mittel demnächst einsetze. Ich habe mich , auch nach Rücksprache bei Volvo Penta, für Grotamar 82 , von der Firma Schülke entschieden.

Habe ich in Deutschland gekauft, denn in GR nur über Athen zum doppelten Preis erhältlich.

Im Frühjahr 2018 werden wir sehen ob das damit klappt- werde berichten!






Freitag, 2. Februar 2018

Wir wollten in die Inselgruppe Dodekanes- kam dann anders !

Mit meinem Freund Uli wollten wir von Kreta über Karpathos - Rhodos- Kos- nach Leros und wieder zurück nach Kreta.

Am 28.09.17 starteten wir mit nördlichem Wind Richtung Osten mit Ziel Karpathos.

Wegen auffrischendem Wind haben wir uns entschlossen auf einer kleinen unbewohnten Insel, Nisos Dragonara im Norden Kretas, zu ankern um am nächsten Tag früh nach Karpathos zu segeln.
In einer sehr schönen Bucht haben wir den Anker auf 6 m fallen lassen und eine schöne ruhige Nacht verbracht, obwohl der Wind über die Insel etwas pfiff.

Nächsten Morgen bei Wind 4 Richtung Karpatos abgelegt.






 Bei der Überfahrt legte der Wind etwas nach, sodass wir uns entschlossen die Insel Kasos vor Kapartos anzulaufen.
Im Windschatten der großen Mole des neuen Hafens lagen wir sehr geschützt.

Wir waren die einzigen Gäste, und die Hafenpolizei hat uns als Belohnung Strom und Wasser kostenlos überlassen, - und der Wind wurde immer stärker , und mit ihm die Wellen.
Das Seegebiet vor Karpathos ist eh sehr kabbelig  und rau, weil nach Nordwesten (da wo der Wind herkommt) die See offen ist und der Untergrund von 2000m auf wenige 100 m ansteigt.

Am nächsten Tag wurde es noch heftiger , Wind 7 und 2-3 Meter Wellen.


 Der Hafenmeister riet uns wegen des schlechten Wetters zu bleiben (selbst die Fähre fuhr nicht), was wir artig für 5 Tage  befolgt haben, zumal der Wind für die Jahreszeit schon recht kalt war.

Es war eine schöne Zeit auf dieser kleinen Insel. Nach den Tagen kannten wir jeden Bewohner und jede Katze, und die schönsten Flecken der Insel.

Nach 5 Tagen sind wir über Sitia im  Osten Kretas nach Agios Nikolaos zurück-  zum Schluss leider unter Motor bei Flaute!!.

Dabei hat auch noch unser Pinnenpilot seinen Geist aufgegeben !! 

Nachfolgen einige Bilder 



zu jedem Wein eine Kleinigkeit zum Knabbern- hätte schon für den ganzen Tag gereicht!


...mit einem Roller kann man über die 3 Straßen schnell die schönen Ecken der Insel erreichen.











Unser Liegeplatz in der neu ausgebauten Marina O. Fri von der kleinen  Kasos











Als das Wetter zum Ende ruhiger wurde haben sich auch einige einheimische Fischer zum Fang gewagt und uns tagfrisch versorgt.




Auf der Rückfahrt haben wir dann in Sitia (Kreta) noch 2 Tage halt gemacht und etwas mehr Menschen genossen .



Längseits in Sitia, und das Wetter würde schöner und vor allem wärmer.